Aktion, Allgemein, Gedenken, Thematik 3. August 2019

Blut, Schweiß und Tränen – Marsch zum Gedenken 2019

von Cäcilie Breithecker

Was bewegt 150 Männer und Frauen in Uniform, trotz blutiger Füße und erbarmungsloser Hitze an Ihre Grenzen zu gehen, bis hin zur totalen Erschöpfung. Einfach weiterlaufen, im ständigen Kampf gegen Schmerz und Erschöpfung. Es ist der Wille zur Erinnerung! Jeder von ihnen will nur eines, gegen das Vergessen laufen.

Einen Kilometer für jeden, der im Auslandseinsatz gefallenen und verstorbenen Kameraden.

Sehr schnell entwickelte sich 2018, aus einer spontan gefassten Idee, ein drei Tage Marsch von 109km. Bereits am ersten Marschtag legten die Teilnehmer 50km zurück und liefen bei 40Grad im Schatten, der absoluten Erschöpfung entgegen. Emotionale Momente und die gemeinsam getragene Belastung ließen die Gemeinschaft, zu einer großen Familie heranwachsen.

Ein Marsch, dessen historische Tragweite erst in diesem Jahr deutlich wird.

Zum zweiten Mal organisiert die Reservistenarbeitsgemeinschaft „Military Brotherhood Germany“, unter dem Vorsitz von Hauptfeldwebel Stephan Matz, den „Marsch zum Gedenken“ Für 2019 gibt es einige Neuerungen und auch positive Überraschungen zu verzeichnen. 150 Teilnehmer werden in vier Tagesetappen und in vier Zügen die 110km bewältigen. In den Zügen 1-3 marschieren die Soldaten zur Erinnerung, an die im Auslandseinsatz gefallenen und verstorbenen Kameraden. Die 40 Teilnehmer im 4. Zug erinnern an die 3292 Soldaten, welche ihr Leben im Dienst für Bundeswehr gelassen haben.

Marsch zum Gedenken - Foto von RAG-MBG
2018 Marsch zum Gedenken – Fotos von RAG-MBG

Ab dem 06. August, ausgehend vom Truppenübungsplatz Lehnin-Brück, soll die Marschstrecke über den Wald der Erinnerung in Potsdam, hin zum Ehrenmal der Bundeswehr am Bundesministerium der Verteidigung in Berlin führen.

Um potentiellen Störkräften keinen Raum zu bieten, bleibt der genaue Streckenverlauf vorerst unveröffentlicht.

Veteranenkultur konnte erfahren, dass die Gruppe einige bedeutende Orte in Berlin passieren wird. Somit wird der Marsch zum Gedenken zu einer Veranstaltung, welche nicht im Verborgenen stattfindet, sondern für die Zivilgesellschaft sichtbar wird.

Raum der Stille Wald der Erinnerung - RAG-MBG
2018 Marsch zum Gedenken – Fotos von RAG-MBG

Den Abschluss soll eine Gedenkveranstaltung auf dem Paradeplatz des Bendlerblocks bilden. Dazu haben sich, neben den Angehörigen der gefallenen und verstorbenen Kameraden, in diesem Jahr auch Vertreter des Bundesministerium für Verteidigung und der Politik angekündigt.

Das lang erhoffte Zeichen bestehend aus Interesse gegenüber einer „inoffiziellen Gedenkveranstaltung“

Wir hoffen auf ein Interesse, welches von Nachhaltigkeit zeugt und sich bei den weiteren Veranstaltung der neuen Generation Veteranen fortsetzt. Erst wenn BMVg und Politik sich durch ihr Erscheinen hinter diese Menschen stellen, kann auch innerhalb unserer Gesellschaft ein Bewusstseinswandel stattfinden.

Veteranenkultur wünscht allen Teilnehmern viel Kraft und die Stärke, die anstehenden Herausforderungen zu meistern!

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