Allgemein 25. Juli 2020

Glückwunsch an die ewig Gestrigen – #MarcelsKamerad

von Roman Bracht

Die „3 Likes Affäre“ um Oberstleutnant Marcel Bohnert

Faktenlage

Der (ehemalige) Social-Media-Leiter der Bundeswehr Oberstleutnant Bohnert, herzt drei bei Instagram rechtslastige Inhalte. Es ist ein der “Identitären Bewegung” nahestehender Account namens „incredible bramborska“. 

2015 hielt er einen Vortrag bei der Burschenschaft „Cimbria“, die als rechtslastig gilt. 

2014 referierte er zum Thema “Die Bundeswehr in Afghanistan” im Studienzentrums Weikersheim. Kritikern sehen dieses Zentrum als ein Instrument der Neuen Rechten an.

Was der Oberstleutnant Marcel Bohnert sagt: 

Gegenüber der BILD – Zeitung sagte Bohnert: „Ich distanziere mich von der ‚Identitären Bewegung‘ und allen Rechtsradikalen. Ich habe mit diesen Menschen und diesem Gedankengut nichts zu tun, ich habe keinen Kontakt zu Rechtsradikalen. Ich stehe selbstverständlich hinter unserer Verfassung. Ich habe sieben Bücher veröffentlicht, trete seit Jahren öffentlich auf und halte Vorträge – jeder der will, kann sich davon überzeugen, dass ich hinter unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehe. Und diese als Bürger in Uniform verteidige.“ 

An anderer Stelle sagt er, dass es ein großer Fehler war und naiv zu glauben, das der Post den er geliked hat in Ordnung ist. Es tue ihm leid.

Zum Kontakt mit dem Mann hinter dem Account sei es gekommen als er 2012 oder 2013, durch ein Treffen mit einem Schulfreund, ihn für eine Stunde getroffen hat. Mit dem besagten Kameraden war er, wie Bohnert 2010 im Einsatz und in schwere Gefechte verwickelt worden. 

Sein Auftrag:

Bohnert zeigt aktionsreich die Bundeswehr von einer jungen und attraktiven Seite. Die Art der  Werbekampagnen, die für den personellen Nachwuchs der Bundeswehr sorgen sollen. Dieser ging mit der Aussetzung der Wehrpflicht verloren. Natürlich lässt sich darüber streiten, wie die Bundeswehr sich hier verkauft, da sie die Sonnenseiten betont und die Schattenseite nur anreisst, wenn überhaupt.

Sein Kanal bei Instagram:

Darum ist es umso erfreulicher, dass Bohnert sich durchweg in seinem Kanal weltoffen zeigt und sich auch für Gleichberechtigung von Frauen und Minderheiten einsetzt. Selbstverständlich auch gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. 

Das in einem überdurchschnittlichen Maße, gerade weil er sich seiner Reichweite und dem Einfluss auf die junge Generation, durchaus bewusst ist.

Die Medien & “Alles-Richtig-Macher”

Wer ohne Schuld ist, der werfe den 1. Stein! Die verantwortlichen ARD-Journalisten mit eingeschlossen. 

Ja, es handelt sich um den Leiter der sozialen Medien der Bundeswehr und ja, er hätte es besser wissen müssen. Er kann nicht mit dem 08/15-User der sozialen Medien verglichen werden. Auch er ist keine Maschine und macht Fehler, die nun mal menschlich sind. Wenn man tausende Beiträge liked, werden darunter auch Beiträge sein, die man lieber nicht geliked hätte. Drei Likes von tausenden, sagen nichts über die Gesinnung eines Menschen aus. Dazu gehören auch die beiden oben genannten Veranstaltungen, zu denen er als Referent geladen war. Fehltritte, die in keinem Verhältnis zu den Konsequenzen stehen.

Unsere Bundesministerin für Verteidigung Annegret Kramp-Karrenbauer, verfolgt zurecht eine »absolute Null-Toleranz-Linie gegenüber Extremismus“ insbesondere, was rechte Tendenzen angeht«.

Warum schließt das auch die Versetzung nach einem solchen Fehltritt ein? Wäre es nicht eine richtungsweisende Chance zu zeigen, dass es zumindest den Willen einer nachhaltigen Fehlerkultur bei der Bundeswehr gibt? 

Welch hervorragende Signalkraft an aktive und zukünftige Soldaten wäre es, wenn man das Thema im fairen Diskurs angeht. Wenn man sich hinter den Soldaten stellt und ihm die Möglichkeit gibt, dies wieder gerade zu biegen. 

Kommt es zu einer endgültigen Versetzung auf einen anderen Dienstposten? Gibt man dann auch hier, den Vorverurteilung weiter nach? 

Wenn die Person Bohnert weiterhin zum Spielball politischer Kommunikation wird, gibt es auf beiden Seiten weitere Verlierer. Auf der Seite der Bundeswehr, die einen gewandten Offizier versetzt und auf der Seite der Kritiker, die sich durch ihre oberflächlichen und unwürdigen Recherchen und Vorverurteilungen ihre Ziele durchsetzen, dass es ihnen eigentlich selbst zu einfältig sein müsste. 

Wenn man sich die Publikation der beiden verantwortlichen ARD-Journalisten anschaut, meint man jedenfalls einen höheren journalistischen Anspruch zu erkennen, als sie in dieser Story suchen.

Man darf sich die berechtigten Fragen stellen…

… warum die “3 Likes Affäre” ausgerechnet dann hoch poppte, als vom  BMVg das neue Heimatschutzkonzept vorgestellt wurde? Die Frage, ob man schnell etwas finden musste, um die Stimmung gegen die Bundeswehr weiter anzuheizen und das Sommerloch zu füllen? 

Die interessantere Frage: Ist damit alles wieder gut, indem man versucht derartige Fehltritte so zu lösen? Oder fängt dann alles wieder von vorne an, nur mit jemanden, der sich in dem “Haifischbecken Soziale Medien” eher dem “Dienst nach Vorschrift” verpflichtet? 

Herzlichen Glückwunsch”…

…an alle, die die Bundeswehr mit Rassismus, sexuellen Belästigungen und Hitlergrüßen, verbinden. Glückwunsch für euren Schritt nach vorne, der näher betrachtet zwei Schritte zurück ist. 

Ihr, die Kritiker, die den Fall, die Versetzung und was auch immer als Genugtuung anseht, habt die “Welt nicht besser gemacht”. Ihr habt dafür gesorgt, dass ein kompetenter Offizier zu Fall gebracht wurde, der verfassungstreu und überdurchschnittlich sich für Vielfalt, Diversität und gegen Rassismus ausspricht. Jemanden der nicht zufällig und zurecht als Social-Media-Leiter platziert wurde – in einer Zeit in der es wichtiger denn je ist, zu Fremdenfeindlichkeit Position zu beziehen. 

Die Gewinner der Affäre sind die, die sich nicht vorstellen können, dass in der Bundeswehr die Gleichberechtigung gelebt wird und Rassismus (fast) kein Thema ist – in Relation zur Zivilgesellschaft. Die ewig Gestrigen, die sich sich insgeheim freuen wenn zukünftig ein Offizier die Leitung übernehmen würde, der sich nicht wie Oberstleutnant Marcel Bohnert für die o.g. Themen einsetzt und  das alte Feindbild “Bundeswehr” somit wieder passt. Wir von Veteranenkultur e.V. wissen, wie schwer sich Kritiker damit tun, ihre alten Feindbilder zu überprüfen.

Nebenbei betrachtet:

Ironischerweise gehört die Identitäre Bewegung, die rechtslastige Burschenschaft „Cimbria“ und den Studienzentrums Weikersheim nun auch zu den Gewinnern, da sie durch die Presse, erneute Aufmerksamkeit erhalten.

Kommentare 16
  • Roman, Dank für Deine deutlichen Worte!

    • Auch Personen und Institutionen, mit denen ich nicht im Rinklang bin, können einmal etwas posten, was für mich stimmt oder wenigstens brauchbar ist. Das heißt ja nicht, dass ich deren Meinung bin. Auch waren die Identitären damals nicht verboten, das war ein legaler Verein nzw eine legale Bewegung. Also auch aus der Sicht hat er nichts verbotenes gemacht.
      Meiner Meinung nach gibt es nichts wofür er sich entschuldigen müsste. Aber das haben wohl zu wenige gesagt. Er wurde ein Opfer des sogenannten Mainstreams und der korrekten Denkweise (wie es von den Medien halt proklamiert wird).

    • Ich glaube Marcel Bohnert hatte in seinem näheren Umfeld ein „Kameradenschwein“. Von alleine machen sich ARD und ZDF nicht auf die Suche und versuchen einen schlichten Referenten im BMVg zu durchleuchten und auszuspionieren (wenn doch dann liegt der Skandal nicht beim Oberstleutnant sondern bei den Medien). Wegen 3 Likes auf noch nicht einmal offensichtlich rechtsextremen Beiträgen so ein Theater zu machen ist echt eine Sauerei. Zumal es offensichtlich ist das Bohnert fest auf dem Boden des GG steht.

      • Grüß dich Volker,

        In dem Artikel des Panorama-Magazins vom 26.07.20 mit dem Titel „#Bundeswehr/Bohnert: Schräge Vorwürfe gegen Panorama“ sind ganz intressante Hinweise zwischen den Zeilen zu finden. Sätze wie „Marcel Bohnert hat nicht nur einmal ein „Gefällt mir“ unter die Beiträge des Anhängers der „Identitären Bewegung“ gesetzt, sondern mehrmals.“ oder „Wie man diese bewertet – Irrtum oder Gesamtbild – bleibt dem Leser überlassen.“ zeigen, dass der Anspruch den Jornalisten haben, ausgefallen ist.

        Roman

  • Super geschrieben, leider werden von den Medien und auch von Führungsspitze lieber Schnellschüssen abgegeben oder Sündenböcke gesucht als darüber nachgedacht was man gerade macht. Wenn es sich als Falsch herausstellt, wird man nichts mehr davon hören, die Kariere und der Mensch ist zwar zerstört, aber das interessiert ja keinen

  • Sehr gut geschrieben und aufgedeckt.

  • Ich denke, wer suchet der findet !
    Es ist doch heute , bei der allgemeinen Mainstreamtendenz fast unmöglich, nicht irgendwo Gefahr zu laufen, in ein Fettnäpfchen zu treten!
    Wo sind eigentlich die Vorgesetzten, die ihren Kameraden den Rücken stärken? Die für Mitarbeiter einstehen, ohne Rücksicht auf die eigene Karriere?
    Es ist überall da so, wo von linken Gruppierungen akribisch nach Fehlern gesucht wird! Lange waren es die Lehrer, die Polizei oder die Soldaten! Bewundernswert, daß dieser Offizier sich überhaupt regelmäßig öffentlich geäußert hat!
    Ich bin 74, eine Frau und bin in keiner Weise mit dem Protagonisten bekannt, verschwägert oder befreundet!

    • Danke für Ihr Kommentar.

      „Wo sind eigentlich die Vorgesetzten, die ihren Kameraden den Rücken stärken?“
      Das frage ich mich auch. Eine Führungskraft in der Position muss viel leisten und ist unter einem hohen Druck. Selbstbewusste Vorgesetzte sollten ihren Untergebenen die Fehltritte zugestehen, vorallem wenn sie wissen, dass unter der flachen Story nichts hintersteckt.

      Roman Bracht

  • Bei dem Bild mit der Kaffeetasse frage ich mich ehrlicherweise ob hier eher die Stimmung – ich lese gemütlich ein Buch bei einer Tasse Kaffee – als die politische Aussage geliked wurde. Und: es sind die gleichen Kreise die jede Form von linksextremer Gewalt verniedlichen und schönreden.Hier geht es m.E,n. darum dem was dem eigenen extremen Standpunkt entgegen steht – dnämlich Verfassungstreue – zu bekämpfen. Das dies nicht thematisiert wird ist der eigentliche Skandal.

  • Marcel Bohnert…oder, wie versucht wird aus Tatsachen und Muster der Regelmäßigkeit, ein Bild des Unrechts über den „Kameraden“ B. zu konstruieren.

    Sehr geehrter Roman,

    sowohl Ihren zusammengetragenen Bericht habe ich aufmerksam gelesen…
    Als auch Ihre persönlich dargestellte Meinung zum Thema und zum „Kameraden.

    Entgangen sind mir auch die anderen Kommentare nicht, und auch das schablonisierte Muster des „Inschutznehmens“ TROTZ! aller sich darlegenden Fakten UND auch Aussagen zu und von Herrn Bohnert selbst, sind mir nicht entgangen.

    In den Kommentaren unter Ihrem Bericht, wird ausnahmslos Herr Bohnert verteidigt, in Schutz genommen, und es wird versucht zu relativieren.
    Es wird davon geschrieben, dass auch die Person Bohnert Dinge liken darf, die stimmig oder brauchbar sind…auch wenn man nicht des Verfassers Meinung ist…
    Was für ein Widerspruch in sich selbst!
    Weiter…“Opfer des Mainstreams und der korrekten Denkweise“…soll jetzt welche Botschaft nach Außen transportieren?
    Opfer der korrekten Denkweise???
    Ist das die Einsicht, dass korrektes Denken und Handeln, nicht der selbst falsch aufgefassten Sichtweise konträr sind und diese deshalb verstummen sollen?

    „Ich glaube Marcel Bohnert hatte in seinem näheren Umfeld ein „Kameradenschwein“

    Diese Aussage besagt ganz klar und deutlich, dass in Teilen der Bundeswehr, unter Anhängern bestimmter Denkweisen und politischer Gesinnungen, ein strenger Korpsgeist herrscht.
    Weiter heißt es im selben Kommentar, dass ein „schlichter Referent“…

    Herr Bohnert selbst hat sich als „Head off social Media“ ausgewiesen.
    Somit hat Herr Bohnert, sich auch als schlichter Referendar selbst erhöht…
    Und muss folge dessen auch mit einer erhöhten Aufmerksamkeit seiner Vergehen rechnen!

    „Wo sind eigentlich die Vorgesetzten, die ihren Kameraden den Rücken stärken?“
    „Eine Führungskraft in der Position muss viel leisten und ist unter einem hohen Druck“

    1. Vorgesetzte innerhalb der Bundeswehr, die nicht nur mit ihren beiden Füßen auf dem Boden des GG stehen (wie Herr Bohnert…), sondern diese Tatsache auch verinnerlicht haben in der geistigen und geschichtlichen Auffassung…
    Tuen selbiges eben nur…wenn sie derlei Vergehen eben Aufzeigen und alles, aber auch alles dafür tuen, dass dieser Sumpf trockengelegt wird!
    2. Herr Bohnert IST keine Führungskraft innerhalb seines aktuellen Dienstpostens!
    Er ist Referendar innerhalb einer Abteilung…in welcher er sich auf privaten Accounts…
    in thematischen Post zur Bundeswehr…als Leiter (Führungskraft) stilisiert
    (sich selbst erhöht)…
    3. Eine Führungskraft!? die unter „einem hohen Druck“ derlei Verfehlungen mehrfach verfällt, somit dem Druck nicht standhält…IST KEINE FÜHRUNGSKRAFT…und hat sich für die Zukunft auch für solche Posten selber disqualifiziert!

    Sich selbst als „naiv“ zu bezeichnen (Bohnert über Bohnert) ist auch keine andere Aussage als…“Ich war zu dumm, die ganze Thematik nicht besser überschaut zu haben!
    Kinder sind naiv!
    Zweijährige, fünfjährige…Teanager vielleicht noch, geht es um die erste große Liebe.
    Marcel B. ist ausgebildeter Offizier der Bundeswehr.
    Abitur. Autor. Öffentlich auftretend. „Head off social Media“…
    Marcel Bohnert hat als „Head off social Media“ nicht gewusst, was für eine Tragweite mittels Social Media erreicht wird???
    „Ich war zu naiv…“?

    Meine Worte an Marcel Bohnert:

    „Erhobener Anspruch und selbstgelebte Wirklichkeit“ oder
    „Wenn dem Spiegelbild die eigene Eitelkeit missfällt“

    „Es tut mir leid“ oder ein „Ich habe einen großen Fehler gemacht“
    auch ein „ich distanziere mich von…“

    dies sehr geehrter Herr Bohnert…dies reicht nicht aus. Bei weitem nicht.
    Dies reicht bei weitem nicht aus als Entschuldigung oder „Wiedergutmachung“ dessen was man an Verfehlung begangen hat…
    Wenn…ja wenn man so polarisiert wie Sie.
    Dies ist absolut ohne Wertung in die eine oder in die andere Richtung gemeint.
    Absolut nicht. Dafür kennen wir uns persönlich nicht…
    Dies ist rein auf den Fakten bemessen, die Sie Herr Bohnert in all den letzten Jahren gesetzt haben, und dies ist bemessen an Ihren letzten Aussagen…über sich selbst…als Background Erklärung Ihrer „Unschuld“
    Und hier widersprechen Sie sich als Richter Ihres eigenen Anspruches!

    „Ich habe sieben Bücher geschrieben“
    „Ich trete seit Jahren öffentlich auf“
    „Ich halte Vorträge“
    „Jeder der will, kann sich davon überzeugen, dass ich hinter unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehe, und diese auch als Bürger in Uniform verteidige“

    Herr Bohnert…bei allem Respekt…auch Walter Ulbricht hat öffentlich bekundet:
    „Niemand hat vor eine Mauer zu bauen“

    Es ist nicht entscheidend was Sie sagen oder bekunden Herr Bohnert.
    Es ist entscheidend was Sie vorleben.
    DAS ist die Authenzitität mit der Sie die Öffentlichkeit wahrnimmt.
    Punkt!

    …“ein großer Fehler, der nicht hätte geschehen dürfen“.
    „Ich war nicht aufmerksam genug“
    „Habe darauf vertraut“

    Herr Bohnert…auch Naivität schützt vor Strafe nicht.
    Dies gilt auch und gerade für Offiziere.
    Im ganz besonderen Mass für Generalstabsoffiziere.
    Und dies gilt in diesem Fall insbesondere für Sie, „Leiter“ des der Social Media Abteilung der Bundeswehr…mit Sitz und Büro im Bendlerblock.

    Ernsthaft und mit der Unwissenheit eines einfachen Bürgers (der nicht sieben Bücher geschrieben, öffentlichen Auftritten…Vorträgen…) nachgefragt.

    Wie können Sie als Leiter eines Social Media Teams, einen derartigen Fehler AUF Social Media Plattformen MEHRFACH begehen???
    WAS hat Ihnen die sachliche und beurteilende Sicht auf die Brisanz genommen, auf einer derartigen Plattform, die Tragweite dessen, was man Postet oder als „gefällt mir“ von sich zu geben?
    Und Sie haben das Social Media Team der Bundeswehr geleitet!!!
    Und Sie wollen diesen Job auch in Zukunft weiter ausüben???

    Im Herbst 2018 haben Sie sich auch öffentlich zu dem Fall Franco A. geäußert.
    Auch hier haben Sie öffentlich beklagt und infrage gestellt, dass die innere Führung der Bundeswehr und das Bild, welches sie nach außen transportiert, die Bürger und Soldaten „täusche“.
    Sie wollten und wollen nicht, dass Soldaten als „uniformierte Entwicklungshelfer“ dargestellt werden…
    Sie wollten, dass es in der Vorschrift zur inneren Führung eher ums Kämpfen geht…
    Sie haben bekundet, dass die Basis, die niederen Dienstgrade, mit einem wirklichen Imageproblem zu kämpfen haben…und dass die Basis mit der bisherigen Gestaltung von Führung nichts anfangen kann…
    Herr Bohnert, ich glaube SIE haben eine verklärte Wahrnehmung davon, welches Bild Sie nach außen vom Soldaten transportiert wissen wollen.
    Und so geäußert, glaube ich auch, dass Sie als Führungskraft NICHT geeignet sind, für höhere Aufgaben.
    Denn Sie unterstreichen mit Ihrer verklärten Sicht der Dinge, nämlich wie Sie wahrgenommen werden wollen, und mit dem Verständnis für niedere Dienstgrade,
    dass diese sich dann auf eigene Wege machen…
    Dass Sie die wahren Werte von Führung NICHT verinnerlicht haben und somit eben selber NICHT führen können.
    Denn zum Führen anderer gehört unabdinglich das Führen der eigenen Person.
    Dies haben Sie mit dem Liken von rechtsradikalen Beiträgen absurdum geführt!

    Obendrauf noch Ihr Vortrag vor der völkischen Burschenschaft „Cimbria“ in München.

    Innere Führung in der Bundeswehr…kann niemals etwas anderes bedeuten, als allen Kräften, die der freiheitlich demokratischen Grundordnung entgegenwirken und sie von Innen heraus zersetzen wollen…entgegenzutreten.
    Mit aller Kraft, mit allem Einsatz.
    DAS sehr geehrter Herr Bohnert ist, so Sie sich eben NICHT gerade in einem Einsatz befinden, sondern im Inneren, IHR Dienst!!! DAS ist Ihre gottverdammte Aufgabe.

    Und nicht, sich zu rühmen, 2017 als einer der Ersten Soldaten überhaupt, die Führung der Bundeswehr selbst…infrage gestellt zu haben.

    Sie sind zum Stolperstein Ihrer eigenen Eitelkeit geworden.
    Immer die Öffentlichkeit suchend, suhlend in der Wahrnehmung des Anklägers.
    Als Ankläger eines moralischen Anspruches, den Sie selber nicht imstande waren
    zu leben.
    Wie schade, dass der Till seinem Spiegelbild verfallen.

    Demut vor eigenen Fehlern kann man nicht bekunden-man muss sie leben.

  • Danke Frau Carstensen, Sie sprechen mir aus der Seele. Wo sind eigentlich die Vorgesetzten? Die Vorgesetzten, die für Ihre Männer und Frauen einstehen, die sich vor sie stellen und das Prinzip der Unschuldsvermutung noch leben, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen und sich nicht rausreden. Ich kann mir vorstellen, der genannte Oberstleutnant hat sich als Kompaniechef in Afghanistan vor seine Männer und Frauen gestellt und steht jetzt ALLEINE da. Innere Führung ist Verantwortung und Verantwortung ist nicht teilbar. Also liebe Vorgesetzte, stellt euch vor diesen Mann.

  • Anbei der Link zu einem heute erschienenen Artikel in der ‚Welt‘, in dem die journalistische Arbeit der ARD, die diesen Fall ins Rollen gebracht hat, angemessen kritisch beleuchtet wird:

    https://www.welt.de/kultur/deus-ex-machina/article212441285/Don-Alphonso-Linksextreme-Verbindungen-ignorieren-Oeffentlichkeit-taeuschen.html

  • Bin nun wirklich kein Anhänger von Identitäre, oder wem auch immer – habe meinen eigenen Kopf 😉
    Nun sind…
    1.die Identitären nicht Verboten, also bis jetzt legal (wir haben ja einen Rechtstaat, und keinen Moralstaat, es gilt also bisher die Unschuldsvermutung… für alle: Identitären und den BW-Offizier)
    2.der unbekannte Nutznießer der Likes soll(!) den Identitären „nahe“ stehen… nun, habe vor einigen Tagen einen Kommentar unter ein Video aus irgendeinem Landtag geschrieben, der die Aussage eines AfD-Abgeordneten unterstützte… das machte ich aber, weil er rein juristisch(nach GG) recht hatte, von allen Kommentatoren aber runtergemacht wurde. Deswegen muss ich aber kein Anhänger der AfD sein… man vermischt gerne solche Dinge um jemanden unseriös aussehen zu lassen – ein psychologischer Trick

    Ganz unabhängig davon wünsche ich dem Offizier nicht das blinde Opfer einer Ideologie zu werden, egal welcher, und sich auch ehrlich dafür einzusetzen, dass beim Bund solche Netzwerke auch aufgedeckt werden. Sonst gibt es irgendwann wieder eine große Euphorie, und kurze Zeit danach kommt das böse Erwachen (die 12% der AfD hätte vor 10 Jahren auch niemand für möglich gehalten), wie 1914 und 1939.

    Die Meinung eines Deutschen mit Migrationshintergrund

  • Lieber Roman,

    es muss auch die Frage gestellt werden, was mit solchen Anschuldigungen gegen die Bundeswehr erreicht werden soll?
    Was motiviert die Journalisten von Panorama zu einem sochen Schritt?
    Wer profitiert von dieser Kampagne. Sicherlich nicht das Social Mediateam der Bundeswehr und Marcel Bohnert, sondern jene Strömungen in unserer Gesellschaft, die immer gerne gegen die Truppe agieren.
    Dafür gibt es ein Fremdwort: SUBVERSION. Wer sich mit der militärischen Sicherheit beschaftigt hat, in diesem Bereich eingestzt ist und war kennt die drei internationalen Bedrohungsmöglichkeiten gegen das Militär:
    1. terrorism: Terrorismus
    2.espionage: Spionage
    3. subversion : Zersetzung

    Terrorismus und Spionage passt definitiv nicht. Interessant ist der Begriff Subversion: Zersetzung.
    Die Kritiker der Bundeswehr suchen auf legalem Wege nach Möglichkeiten die das Socialmediateam der Bundeswehr zu schwächen, weil ein junger Offizier in der Vergangenheit und bis zur „Panoramakampagne“ eine recht erfolgreiche Werbepolitik zugunsten der Nachwuchsgewinnung gestartet hat und auch die gute Kameradschaft zu seinen Jungs mit Migrationshintergrund betont.
    Marcel Bohnert hat Erfolg.
    Das ist diesen Kräften ein Dorn im Auge, es wird mit willigen Journalisten, die alle moralischen Bedenken über Bord geworfen haben, nach jeder Option gesucht um Marcel Bohnert und damit das Socialmediateam zu schwächen. Das ist nichts anderes als Subversion.
    Es bleibt zu hoffen, das der Dienstherrin dieses Manöver erkennt.
    Mich erinnert der Fall Bohnert ein bischen an die Affäre Kiesling.
    Damals galt noch der §175. Der Osten, hier die Stasi schickte eine Agenten in das Kölner Millieu um den Ruf des ahnungslosen Generals zu beschmutzen, was leider auch gelang. General Kiesling wurde kurz vor seiner Pensionierung rehabilitiert. Erst nach dem Mauerfall klärten sich die wahren Bewegründe auf. Das Warschauerpakt bediente sich eine schmutzigen Zersetzungskampagne um der Nato eins auszuwischen.
    Den menschenverachtenden Paragraph § 175 gibt es Got sei Dank nicht mehr.
    Aber das Böse schläft nicht und denkt sich heute auch immer wieder neue Schweinereien aus.
    Um so wichtiger ist es, das der Staat und die Vorgesetzten um Marcel Bohnert ihm jetzt den Rücken stärken und die Rufschädiger juristisch voll zur Kasse bitten.

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