Die Vorsitzende

Cäcilie Breithecker

Als Mitglied der Gesellschaft war mir lange nicht bewusst, dass still im Verborgenen eine Gruppe von Menschen lebt, welcher wir zu wenig Aufmerksamkeit schenken:

Den 10 Millionen Veteranen der Bundeswehr, welche wir seit November 2018 in Deutschland haben. Darunter befinden sich auch die Bürger in Uniform, welche ihren Dienst im Ausland verrichtet haben.

Zum einen lag es wohl daran, dass ich als pazifistische Zeitgenossin bei dem Thema Krieg und Militär eher auf Distanz gegangen bin und zum anderen, weil die mediale Berichterstattung über die Auslandseinsätze der Bundeswehr, sich meist auf eine Randnotiz in den Medien beschränkt.

Dies änderte sich schlagartig, als mein Sohn sich für den Dienst in der Bundeswehr entschied.

Eine harte Pille, die ich schlucken musste! Nicht nur, weil mein persönliches Utopia ins Wanken geriet und ich schlagartig in eine neue Realität transportiert wurde – in der Krieg, Verwundung und Tod zum Alltag gehören, sondern plötzlich wurde mir die Teilnahmslosigkeit bewusst, die in unserer Gesellschaft gegenüber diesem Thema vorherrscht.

Ungerechtigkeit war mir schon immer ein Greuel und ich machte mich auf die Suche, nach einer Möglichkeit etwas dagegen zu tun.

Als ehrenamtliche Helferin beim Bund Deutscher Einsatzveteranen erkannte ich, wie wichtig das Thema für unsere Gesellschaft ist und wie dringend wir einen gesunden Umgang damit finden müssen. Um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und ein Bewusstsein für diese Menschen zu schaffen, gründeten Roman und ich das Projekt Veteranenkultur. Schnell wurde klar, dass es mehr Hände bedarf, um das Projekt weiterhin erfolgreich zu gestalten. So gründete sich am 16.11.2019 der Verein Veteranenkultur e.V, dem ich heute vorsitze.

Kinder und Jugendliche, Hinterbliebene und Angehörige

Für mich ist eine gesellschaftliche Beteiligung am Entwicklungsprozeß einer Veteranenkultur sehr wichtig. Die Sichtbarmachung unserer Veteranen, gefallenen Soldaten, die Förderung von Hinterbliebenen und Angehörigen, ist eine gesellschaftliche Aufgabe, der ich mich stellen möchte. Hier richte ich das Augenmerk ganz besonders auf die Kinder und Jugendlichen, welche leider noch aus der Wahrnehmung herausfallen. Still und leise entwickeln sie ihre eigenen Traumafolgen aus den Einsatzschädigungen ihrer Eltern.

Eine Veteranenkultur ist wichtig für unsere Gesellschaft, weil

  • gesellschaftlicher Frieden nicht gelebt wird, solange man eine Gruppe ausgrenzt und mit dem Nächsten noch im Krieg steht.
  • eine Willkommenskultur in der man einer Gruppe die Türe zuschlägt, nicht nachhaltig ist.
  • es eine bunte und vielfältige Truppe ist – ein Spiegel unserer Gesellschaft, in der Menschen unabhängig von sexueller Orientierung, Hautfarbe, Herkunft und Religion, Hand in Hand arbeiten.
  • die Zivilgesellschaft diese Menschen, durch den demokratisch gewählten Bundestag, in die Auslandseinsätze schickt und wir somit Verantwortung für unseren politischen Willen tragen.
  • 10 Millionen Veteranen darunter 400.000 Einsatzrückkehrer verdienen unsere Aufmerksamkeit.

Der stellvertretende Vorsitzende

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