Leitfaden zur Umsetzung – Öffentliches Gedenken

Leitfaden zur Umsetzung – Öffentliches Gedenken

Seit dem 27.06.2019 gibt es einen Gedenkplatz in Bielefeld benannt nach unserem Hauptgefreiten Martin Augustyniak. Jener Kamerad, der mit seinen Kameraden im Karfreitagsgefecht bei Isa Kehl sein Leben 2010 gelassen hatte.

Sicherlich stellt sich bei etlichen Hinterbliebenen, Kameraden und Angehöriger weiterer gefallener Soldaten in unserem Land die Frage, wie das Andenken an die Kameraden auch in der Öffentlichkeit, also in der Mitte der Gesellschaft gewährt werden kann.

Als Mitbegründer des Bürgerantrages für Martin Augustyniaks Gedenkplatz möchte ich unsere Erfahrungen weitergeben.

1. Es muss ein Bürgerantrag an die Stadt, über den Bürgerausschuß oder einem vergleichbaren Ausschuß gestellt werden. Immer vorab den Dienstweg beim Bürgeramt erfragen, bzw. beim Bürgermeister. Besser noch direkt an ihn schicken.

2. Der Antrag enthält neben der Anschrift des Bürgermeisters, eigene Adresse, der Anrede sowie den Grund des Antrages: – ehrendes Andenken – Anerkennung seines/ ihres Einsatzes für den Frieden in der Welt – Vorbildfunktion für die Gesellschaft sich für Schwache einzusetzen, auch im zivilen Leben. Wir als Hinterbliebene, Antragsteller, Kameraden von unserem gefallenen Kameraden XY halten ein Denkmal, Gedenkplatz, die Benennung einer Straße, öffentliches Gebäude aus folgenden Gründen für notwendig….

3. Gründe nennen: – gab sein Leben für den Frieden, andere Menschen in fremden Ländern – daher Respekt und Anerkennung verdient – auch in der Öffentlichkeit in seinem ehemaligen Lebensmittelpunkt.

4. Presse mit hinzuziehen

5. Es macht sich als aussenstehende Gruppe immer gut, die Angehörigen des gefallenen Kameraden mit einzubeziehen. Der Antrag bekommt mehr Gewicht, wenn so ein Denkmal auch nicht im Heimatort des Soldaten stehen sollte.

6. Vorteilhaft ist eine Örtlichkeit, die etwas mit dem Lebensweg des gefallenen Soldaten zu tun hat. Schule, Vereinsplatz, Vereinsgebäude, davon der Parkplatz, Fussballplatz etc.

7. Eine Infotafel mit Kurzbiographie: Wer, wann, was, wofür…sollte nicht fehlen.

8. Sponsoren und Unterstützer gewinnen, Spendenaktionen, Schirmherren und Frauen aus Politik, Künstler, Wirtschaft.

9. Natürlich gelten diese Maßnahmen auch bei verunglückten Soldatinnen und Soldaten im Inland.

OSG d.R. Volker Lehmann

Für weitere Informationen und Hilfe bei der Umsetzung schreiben Sie bitte an: info@veteranenkultur.de Betreff: Gedenken im öffentlichen Raum