Allgemein, Gedenken 16. Juni 2019

11. Memorial Run Berlin – „Die Motorrad Gedenkfahrt für gefallene Soldaten“

von Cäcilie Breithecker

Der Sound von 300 Motorrädern erfüllte, zum elften Mal die Luft von Berlin und zog am 01.06.2019 die Aufmerksamkeit der Menschen, am Straßenrand auf diese außerordentliche Gedenkveranstaltung, dem Memorial Run Berlin. Mittlerweile 500 Besucher aus ganz Deutschland, Europa und den USA nahmen teil und kamen für ein wichtiges Ziel, zusammen. Mehr Anerkennung und Respekt gegenüber den Menschen, welche einen Dienst für ihr Land, ausgeführt haben. Menschen, die ihr Leben im Einsatz ließen, oder an Leib und Seele verwundet wurden. Auslandseinsätze in denen sie von Politik und Teilen der Zivilbevölkerung, geschickt wurden.

Ein Thema von gesellschaftlicher Relevanz und öffentlichem Interesse.

Eine erwünschte Teilnahme vonseiten der Politik und hier, explizit des Verteidigungsministeriums, blieb auch in diesem Jahr aus. Dieses Desinteresse zeigt sich leider auch bei anderen Veranstaltungen, der verschiedenen Veteranenorganisationen in Deutschland.

Oberstleutnant Marcel Bohnert, als offizieller Vertreter der Bundeswehr, besuchte den Memorial Run und dieses Zeichen, wurde von den Organisatoren, als ein erster Schritt begrüßt.

Vom Flughafen Tegel, dem Gelände der „Alliierten in Berlin“- Café zum Hangar, startete der 11. Memorial Run und führte die Teilnehmer, quer durch den westlichen und östlichen Stadtteil, zum Bundesverteidigungsministerium. Dort am Ehrenmal der Bundeswehr – Bendler Block, wurde ein Zwischenstopp eingelegt. Hier hielt man, zur Kranzniederlegung und Gedenkzeremonie, inne. Die christliche Andacht und Segnung der Teilnehmer, durch die Christian Motorcyclists Association, rundete das Ereignis ab. Begleitet wurde dieser sehr emotionale Teil, durch die Klänge der Berliner Pipes, Sängerin Sylvia und Trompeter Michael.

Fotos: Recondo Vets MMC Germany

Nach bewegenden Momenten, setzte sich der Memorial Run wieder in Bewegung und fand auf dem Flughafen Tegel, seinen Abschluss.

Am Rande der Veranstaltung fand ein reger Austausch statt, an dem sich unterschiedliche Interessen-, und Veteranenverbände aus Deutschland, Europa und den USA, beteiligten.

Alle eint, dass sie für ihr Land in den Einsatz gegangen sind und die Forderung, nach Respekt und Anerkennung.

Der Memorial Run ist mittlerweile das Ereignis, unter den Veteranen und findet von Jahr zu Jahr, einen steigenden Zulauf. Die Recondo Vets, haben mit dem Memorial Run etwas einmaliges in Deutschland und besonders Europa, geschaffen. Durch Schicksal und Leidenschaft zu Motorrädern verbunden – über Ländergrenzen hinweg, setzen sie ein europäisches Zeichen der Verständigung und Solidarität.

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